Wissenswertes

 

Für weitere Informationen rund um das Thema Gold und natürlich auch andere Edelmetalle, lesen Sie gerne weiter unten nach. Dort finden Sie einige Informationen, die wir Ihnen kurz dargestellt haben, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen. Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich auch jederzeit gerne persönlich zur Verfügung.

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Gold ...

Gold (von lateinisch Aurum, das Gold) ist ein chemisches Element. Gold zählt zu den Edelmetallen und ist zusammen mit Kupfer eines der wenigen farbigen Metalle.
Gold wird seit Jahrtausenden für rituelle Gegenstände und Schmuck sowie seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet; es gehört somit zu den Münzmetallen.
Gold wird auch als Lebensmittelzusatz verwendet.

Die Bedeutung des Goldes
In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Gold und somit der Goldkurs wieder stark angestiegen. Gründe dafür sind zum Beispiel die Absicherung gegen die drohende Inflation oder die Tatsache, dass Nationalbanken mittlerweile wieder mehr Gold zukaufen, als sie verkaufen. Lag der Wert für eine Feinunze Gold 1999 noch bei knapp 300 Euro, so bekam man – abhängig vom Tageskurs – 2010 schon fast 1.000 Euro dafür.

Aktuelle Entwicklungen in der EU (die Griechenland-Pleite) sorgen sogar für einen noch stärkeren kurzfristigen Anstieg. Goldmünzen und -barren sind in diesen Phasen nur noch schwer zu erwerben.

Das Gewicht von Gold wird in Unzen (nach Troy Unzen) angegeben. Eine Troy Unze sind dabei 31,10 Gramm.
Neben dem Gewicht ist jedoch die Reinheit des Goldes von meist viel größerer Bedeutung. Es wird hier auch häufig von “Feinheit“ gesprochen, die den Anteil reinen Goldes beschreibt.
Reines Gold wäre viel zu weich um daraus beständige Schmuckstücke zu verarbeiten. Deshalb mischt man das Gold mit verschiedenen anderen Metallen wie Kupfer oder Silber, wodurch verschiedenen Gold-Legierungen und Gold-Färbungen entstehen.

Der Wert und die Reinheitsgrade von Gold
Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck „750“ in Goldware, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h. 3/4) reines Gold enthält, entsprechend 18 Karat. Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).

Karat

Goldanteil

Feinheit

24 Karat

99,99%

999,9

22 Karat

91,60%

916

18 Karat

75,00%

750

14 Karat

58,50%

585

  8 Karat

33,30%

333

 

Zahngold
Zahngold ist eine Legierung aus Gold, Silber, Platin, Palladium und sonstigen Metallen. Dabei beträgt der Goldanteil dieser Legierung circa 45 -70 %. Das korrosionsbeständige Edelmetall ermöglicht eine lange Lebensdauert der Zahnkronen und wurde deshalb früher – aber auch heute noch – gern verwendet.

Zahngold wird unterteilt in gereinigtes und verunreinigtes Zahngold, in weißes und gelbes Zahngold. Gelbes, gereinigtes Zahngold hat den höchsten Wert.

Wir analysieren Ihr Zahngold sofort und in wenigen Minuten mit einem speziellen Spektralanalysegerät. Das ist wichtig, denn der Goldkurs bezieht sich auf den Feingold-Gehalt. Auf dieser Basis erstellen wir Ihnen ein Angebot. In unseren Angeboten berücksichtigen wir auch den Reinigungsgrad des Zahngoldes. Die eventuell nötige Reinigung erledigen wir gerne auch für Sie. In der Regel gegen eine kleine Gebühr, die Ihrem Ertrag abgerechnet wird.

Wir verfügen ebenfalls über einen hochmodernen Schmelzofen, der es uns ermöglicht Ihr Zahngold professionell einzuschmelzen und danach weiter zu verarbeiten.

Der Ankauf erfolgt bei uns sofort und gegen Bargeld. Wir orientieren uns mit unseren Preisen jeden Tag am Tagespreis des Goldmarkts.

Unserer über 2.000 Kunden pro Jahr wissen unseren Service zu schätzen und stehen für unsere faire Arbeitsweise und eine hohe Vertrauensbasis.

 

Silber ...

Silberauflage (ab 90er Auflage) AUCH: Hartversilberung

Silber
Echtes Silber ist eine Legierung aus 80% Silber und 20% Kupfer. Reines Silber wäre für Gebrauchsgegenstände zu weich. Echtes Silber trägt immer den Silberstempel (seit 1888 festgelegtes Symbol): Halbmond und Krone.

Chemisch rein kommt Silber in der Natur nicht vor. Das Silber, das in den Silberminen abgebaut wird, enthält meist Teile von Gold. Der Prozentsatz schwankt zwischen 1 und 40 %.

Anwendung
Silber (chem. Zeichen AG) wirkt desinfizierend, weshalb es oft in Medizinprodukten (Verbände, Pflaster, Salben etc.) verwendet wird. Silber in Kleidung kann z.B. vor Überempfindlichkeit bei manchen Krankheiten und Schweißgerüchen schützen. Silberbeschichtete Aufbewahrungen in der Küche verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Silber lässt sich, genau wie Gold, auf kaltem Wege verarbeiten (hämmern, pressen und prägen). Es lässt sich aber auch leicht schmelzen und gießen. Der Schmelzpunkt liegt bei 960,85 Grad und der Siedepunkt bei 1.980 Grad.

Silberauflage
Als Sterling Silver bezeichnet man Produkte mit einem Feingehalt von 925/1000.

Die Kennzeichnung erfolgt mit dem „schreitenden Löwen“:

Silber-Feingehaltsangaben:

Silber 800 - Gebrauchssilber     (800 Teile Feinsilber - 200 Teile Kupfer)
Silber 835 - Gebrauchssilber     (835 Teile Feinsilber - 165 Teile Kupfer)
Silber 900 - Münzsilber             (900 Teile Feinsilber - 100 Teile Kupfer)
Silber 925 - Sterlingsilber         (925 Teile Feinsilber -   75 Teile Kupfer)
Silber 950 - Medaillensilber      (950 Teile Feinsilber -   50 Teile Kupfer)

Unter Versilbern oder Silberauflage versteht man technische Verfahren, die auf festen Gegenständen (unelastisch) einen Überzug aus Silber erzeugen. Diese Verfahren werden genutzt, um Kunst- und Schmuckstücke zu verschönern, Gegenstände zu verspiegeln, als Korrosionsschutz oder für die Schaffung einer besseren Leitfähigkeit. Die Schichtdicken sind dabei je nach Anwendungszweck sehr unterschiedlich.

 

Platin ...

Einst Abfallprodukt - Heute teurer als Gold
Platin gehört zu den teuersten und rarsten Elementen auf der Erde und braucht auch den Vergleich zum Edelmetall Gold auf keinen Fall scheuen. Platin ist korrosionsbeständig und lässt sich gut verarbeiten. Aufgrund dieser Eigenschaften findet Platin oft Verwendung in der Herstellung von Schmuck, Feinmechanik und Medizin und das sind nur einige Verwendungsmöglichkeiten.

Die Geschichte des hochwertigen Edelmetalls
Die Geschichte und Verwendung von Platin durch den Menschen reicht bis in das alte Ägypten zurück. In Grabkammern, sowie bei Ausgrabungen am Nil wurden Schmuckstücke mit Platingehalt entdeckt. Es wurde nachgewiesen, dass diese Schmuckstücke teilweise aus dem Zeitraum 3.000 v. Chr. stammen.

In Europa trat Platin vor etwa 250 Jahren in Erscheinung, als ein italienischer Wissenschaftler eine erste Beschreibung dieses bis dato noch unbekannten weißen Metalls anfertigte. Früher wurde es als unfertiges Gold angesehen, welches bei der Goldsuche direkt wieder in den Fluss zurück geworfen wurde.

Gewinnung und Anwendungsgebiete
Die Abbaugebiete von Platin begrenzen sich vornehmlich auf sechs große Förderländer:
Südafrika, Russland, Kanada, die Vereinigte Staaten, Kolumbien und Simbabwe. Heute sind kaum noch metallische Platinelemente zu finden. Bei neuen Platinfunden handelt es sich um sogenannte Nebenprodukte der Förderung anderer Bodenschätze. In den letzten Jahren ist der Platinpreis stetig gestiegen. Im Jahr 2008 wurde eine Platin-Unze mit bis zu 2308,80 US-Dollar gehandelt, was deutlich über dem gehandelten Preis für eine Feinunze Gold lag (2008 zwischen 900-1011 US-Dollar). Nur für das noch seltenere Rhodium werden auf dem Weltmarkt höhere Preise erzielt.

Falls Sie auf der Suche nach einer Ankaufsstelle für Ihr Platin sind, besuchen Sie uns in einer unserer Filialen. Wir ermitteln vor Ort den Wert ihres Platins und zahlen diesen direkt bar aus. 

 

Zinn ...

Sn – Eher bekannt als Zinn
Zinn ist ein silbrig-weißes Metall und lässt sich aufgrund des geringen Härtegrades leicht verformen und bearbeiten. Es findet vor allem bei der Herstellung von Lebensmittel- und Getränkeverpackungen Anwendung. Außerdem wird das weiße Metall in der Herstellung von Löt-Legierungen für Keramik- und Kunststoffprodukten verwendet. Durch seine Eigenschaften gerät Zinn mittlerweile stärker in den Fokus der Industrie als Ersatzstoff für andere Metalle, wie zum Beispiel Blei bei Löt-Stoffen.

Vom Teller bis zum Zinnsoldaten
Das Metall Zinn ist bekannt seit 3.500 v. Chr., was durch Bronzefunde im Südkaukasus (Armenien, Aserbaidschan, Georgien) bestätigt wurde. Hinzu kommen Funde aus Bergwerken im Südtürkischen Taurus Gebirge, deren Erbau auf etwa 3.000 v. Chr. geschätzt wird. Durch die industrielle Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte Zinn in der industriellen Herstellung von Weißblech an großer Bedeutung. Die heutigen Weltmarktführer in der Förderung von Zinn sind China, Indonesien und Südamerika.

Heute wird Zinn größtenteils für Legierungen und Lötverbindungen auf Elektrobauteilen verwendet. Nichtsdestotrotz findet man weiterhin noch Teller und Besteck aus Zinn.

Sollten Sie Besitzer einer solchen Sammlung sein, zögern Sie nicht, uns zu besuchen. Bei uns wird Ihr Zinn ordnungsgemäß gewogen und der Wert an Sie ausbezahlt.

 

Punzen – Karat – Feingoldgehalt ...

Was ist eigentlich eine Punze?

Als „Punze“ bezeichnet man sowohl das Werkzeug, als auch den Stempel auf dem Goldschmuck. Der Stempel wird erzeugt, indem man die Punze auf den Schmuck aufsetzt und mit einem Hammer auf das Metall schlägt. Dadurch entsteht ein positiver Schlagabdruck, welcher den Feingoldgehalt in einem Verhältnis von 1/1000 Anteilen angibt.

Die Wertangabe in Karat ist zwar gebräuchlich, jedoch unzureichend und unzulässig. Es gelten folgende Bestimmungen:

  1. Der Goldgehalt muss in Tausendstel angegeben werden.
  2. Der Punze ist immer eine dreistellige Zahl (z.B.: 333 und nicht 0333).
  3. Jede Goldlegierung ist möglich und kann punziert werden, solange sie einen höheren Feingoldgehalt als 333/1.000 hat.
  4. Die Fehlergrenze ist auf 1% begrenzt.

 

Hier der genaue Wortlaut des Gesetzes über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren (FeinGehG)

Stempel

Feinsilberanteil

750

75,00%

800

80,00%

835

83,50%

900

90,00%

925

92,50%

999

99,90%

 

 

Stempel

Karat

Feingoldanteil

333

8 Karat

33,30%

585

14 Karat

58,5%

750

18 Karat

75,00%

999

24 Karat

99,9%

 

Mein Goldschmuck ist nicht gepunzt, ist es jetzt nichts wert?
Nein, keine Sorge. In Deutschland ist eine Punze gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ist der Schmuckgegenstand nicht gepunzt, heißt dies nicht, dass Ihr Schmuck dadurch weniger Wert hat. Auch ungepunzte Schmuckstücke können aus hochwertigem Gold oder Silber hergestellt sein. Für das Nicht-punzen kann es mehrere Gründe geben. Es ist möglich, dass ihr Schmuckstück im Ausland hergestellt und nach Deutschland importiert wurde. (In Schweden z.B. dürfen Schmuckstücke erst ab einem Feingehalt von 750/1000 gepunzt werden.) Eine andere Möglichkeit ist, dass der Schmuck ungepunzt über den Zoll eingeführt wurde, damit man weniger Gebühren bezahlen muss.

Also lassen Sie Ihren Schmuck immer erst schätzen und analysieren, bevor Sie ihn als wertlos deklarieren. Kommen Sie dazu einfach in eine unserer Filialen.

 

Spektralanalyse
Jedes Objekt besteht aus Elementen, die auf einzigartige Weise auf Licht reagieren. Durch eine Analyse des Spektrums kann festgestellt werden, welche Bestandteile das zu testende Material aufweist. Die Arbeitsweise eines Spektralanalyse-Geräts ist simpel: Es werden Lichtstrahlen auf das zu testende Objekt geschossen, wobei Teile des Lichts absorbiert (Absorbationslinien), andere Teile wiederum reflektiert werden (Emissionslinien). Durch das dabei entstehende Lichtspektrum lassen sich die Bestandteile genau messen und bestimmen.

Röntgenfluoreszenzanalyse
Die Röntgenfluoreszenzanalyse basiert auf Röntgen-, Gamma- oder Ionenstrahlung. Im Testprozess wird die Materialprobe mit Elektronen bestrahlt. Wenn diese Elektronen auf das Testobjekt treffen, ändert sich ihr Energieniveau. Diese Veränderungen treten auf, weil sich die Elektronen der Strahlung und die Elektronen auf der Oberfläche des Testobjekts „vermischen“. Anschließend werden die veränderten Elektronen von einem Strahlungsdetektor wieder eingefangen und ausgewertet. Am Computer entsteht eine Kurve, welche mit vorgespeicherten Kurven abgeglichen werden kann. Jedes Material hat eine charakteristische und einzigartige Kurve. Dadurch lässt sich die materielle Beschaffenheit des zu testenden Objekts bestimmen.

Säuretest
Um die Echtheit eines Schmuckstückes mithilfe eines Säuretests zu bestimmen, wird zunächst ein Abrieb auf einem Schieferstein gemacht. Zu beachten ist, dass die Stelle, die getestet werden soll, vorerst abgefeilt wird, um eine nachträgliche Vergoldung des Stücks auszuschließen. Im Anschluss werden die Abriebstellen auf dem Schieferstein nacheinander mit einer Gold-Prüfsäure bestrichen. Begonnen wird mit einem Indikator für die höchstmögliche Legierung von 18 Karat. Bleibt der Abrieb erhalten, handelt es sich bei dem Prüfstück um 18-karätiges Gold. Löst sich der Abrieb auf, wird der Indikator für 14 Karat aufgetragen. Und so weiter, bis das zu prüfende Schmuckstück auf den Indikator reagiert.
Beim Test durch eine Prüfsäure ist eine Abriebstelle leider unvermeidlich. Daher sollte eine Stelle am Teststück gewählt werden, die nicht sichtbar ist, wenn das Schmuckstück getragen wird. Durch den Abrieb-Test entstehen dort leichte Kratzspuren, die bei genauerem Hinsehen sichtbar sind.